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Die Meilensteine: Juni 2010 Es folgen 3 weitere Tourneen: 2x ins Ruhrgebiet, 1x nach Franken November 2010 Dezember 2010 Eine neue Tonanlage mittels Akku-Aktivboxen bringt einen Qualitätssprung. Das Jahr endet mit (seit Juni gezählt) 400 aufgeführten Stücken bei 80 Veranstaltern und ca 17.ooo km auf dem Tournee-Tacho Januar 2011 Promotion-Tour nach Bremen mit Auftritt in einem Gottesdienst.
Und hier - für Leseratten - noch mal ausführlicher: Von der Idee bis zur Unternehmensgründung: Alles begann bei einem Besuch in Prag 1993: Unübersehbar und überall in der Stadt gibt es wunderschöne, kleine und einfache Marionetten zu kaufen. Sie sollen, wohl in Anlehnung an Prags Kulturgeschichte und jahrhundertealte Marionetten- und Theatertradition, den Touristen als Souvenir dienen. Hier entdeckte ich eine, die mir irgendwie besonders für das Spiel mit den Kindern geeignet erschien – und ich kaufte sie. Sie ist heute im Theater aus der Truhe der Märchenerzähler. In den nächsten Tagen fand sich die „erste Schauspieltruppe“ in meinen Taschen: Ein junges Mädchen, das als Prinzessin, Müllerstochter oder Ehefrau geeignet schien; ein junger Bursche, der Bauer, Fischer oder heldenhaften Bruder spielen kann; Ein Soldat – ob als Held, Prinz, Bote, Ritter, General oder Polizist; ein reicher Herr als Zar, Gutsbesitzer oder König; und ein alter Mann, dem Märchenerzähler sehr ähnlich, als Vater, Bruder oder Müller - vielleicht auch als Zauberer oder weisen Alten. Es sind "böhmische Marionetten" mit denen man früher - ausgestattet mit "böhmischen Hausmarionettentheatern" durchs LAnd zog und in den Wirtshäusern der sprichwörtlichen böhmischen Dörfer die Leute unterhielt. Ich sah sie gleich als Theatertruppe, nie als Souvenir. Am ersten Tag stand schon fest: Sie brauchen ein Theater, eine Bühne, von der aus sie Kinder erfreuen können. „Rumpelstilzchen“ und „Der Fischer und seine Frau“ waren bald als erste Stücke ausgemacht. Es entstand auch ziemlich schnell der Gedanke, eine alte Spielzeugtruhe meiner Frau zur klappbaren Bühne auszubauen. So blieb das erst mal fünf Jahre lang, und Ideen wie Figuren staubten vor sich hin. Die eigenen Kinder wurden geboren und größer, und zu irgendeinem Kindergeburtstag gab es mal auf dem Deckel der geschlossenen Truhe ein improvisiertes Stück mit schnell gekritzelten Papierzeichnungen als Kulissen. Dann gab es aus dem lähmenden Alltag heraus einen Ruck – und in den letzten 4 Monaten des Jahres 1999 entstand das „Theater aus der Truhe“. Mit Beleuchtung, beweglicher Kulisse, Vorhang und Tontechnik. An dieser Entstehung waren maßgeblich beteiligt: Siegward Nerger (Beratung, Tonanlage, Motorsteuerung) Olaf Sauerwald (Beratung, Materiallieferung), Bettina Kühn (Kulisse) und Christine Hildebrand (Vorhang). Als erste Stücke entstanden: „Der Herr und sein Knecht“ – (diese Geschichte hab ich schon als Kind so geliebt, und sie ist nun das klassische Eröffnungsstück); „Rumpelstilzchen“ (als Zwerg musste ein Playmobil – Männchen herhalten) und als Zugabe „Die Hälfte vom Lohn“ Dass ich damit eine alte Traditon neu belebte, war mir gar nicht bewusst. So blieb die Bühne in gelegentlichem Einsatz bis Mai 2001. Der größte Auftritt bis dahin war eine Vorführung in einer Berliner Kirchengemeinde vor über 200 Leuten zur „ProChrist“ – Veranstaltung. Das Geschehen wurde von der Bühne live auf eine Großbild- Leinwand übertragen... Im besagten Frühlingsmonat sollte das Theater Teil eines speziellen Kinderprogramms werden. Dazu war ein wesentlich pannenfreierer Lauf, ein neues Stück und eine verbesserte Beleuchtungs– und Tontechnik nötig. Mit einem erneuten Kraftakt wurde diese Überarbeitung ausgeführt - unter wesentlicher Mithilfe von Andreas Keul, einem neuen Freund und Mitstreiter. In dieser Phase wurden auch die als Hörspiel laufenden Geschichten am Computer erneut zusammengestellt. Damit begann ein neues Zeitalter für die Neuerarbeitung von Stücken und ein Qualitätssprung im Klangbild. Die alte Kassettentechnik wich gebrannten CD’s und die Bedienung vereinfachte sich wesentlich. Im Urlaub 2001 waren wir wieder einmal in Prag. Jetzt gibt es eine „echte“ Königin/ Prinzessin (spielt bei „Rumpelstilzchen“ und „Der Fischer und seine Frau“); dazu passend ein Gemahl (Er hat jetzt die Rolle bei Rumpelstilzchen). Weiter sind noch neu: ein Alter, ein Narr, eine Alte, und - man glaubt es kaum - ein echter zweiköpfiger Drache (alle noch nicht im Einsatz) Nach einigen weiteren Einsätzen und entsprechenden Pannen musste zu einem wichtigen Auftritt im Advent 2002 die komplette Kulissentechnik neu konstruiert werden. Auch machte die ausgefallene Tonanlage eine Neuinstallation notwendig. Nach 4 anstrengenden Wochen des Bastelns und Kopfzerbrechens wurde der Adventsauftritt in Geschäfts-Schaufenstern ein Riesenerfolg. Pannenfrei und „professionell“ präsentierten sich die 4 Stücke. Genau zu diesem Zweck entstand auch eine zusätzliche Bühnenverkleidung, hinter der das Theater und der Puppenspieler geheimnisvoll verschwinden. Alles wirkt jetzt verzaubernd und eben wie ein richtiges Theater. Aus dieser Erfahrung und Phase heraus kann ich mich nun auch richtig an die Öffentlichkeit trauen.... Darum bat ich Freunde, mir bei der Präsentation behilflich zu sein. Sofort erklärte sich mein Freund Torsten Drößler spontan zu einem Einsatz in Punkto Homepage bereit, das Ergebnis ist hier zu sehen. Im Sommer 2003 dann ein erneuter Prag- Besuch: 18 Schauspieler konnten erneut unter Vertrag genommen werden !! Darunter auch ein echter Riese und der, dem keiner entkommt... Nun bleibt reichlich Stoff und Arbeit für neue Stücke, hoffentlich kann ich sie bald hier präsentieren... Mögen viele Kinder das erfahren, was mir als Kind sooft gefehlt hat. Ein verzauberndes kleines Puppenspiel, das auf Weihnachtsmärkten und in kleinen Ecken als die wahre Attraktion zu finden ist, oder das zum Geburtstag nach Hause kommt. Und vor allem, das Mama und Papa auch noch bezahlen können, weil der Puppenspieler selbst noch ein großes Kind ist... Im Nov. 2009 wurde ich wieder einmal arbeitslos. |